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Kräuter haltbar machen: Tipps zum Ernten, Trocknen & Einlegen in Öl

  • 4. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Kräuter haltbar zu machen lohnt sich besonders im Sommer: Sie stehen in voller Blüte, entwickeln ihr intensivstes Aroma und lassen sich in großen Mengen ernten. Wer jetzt richtig erntet und die passende Methode zum Haltbarmachen wählt, hat auch im Winter noch etwas von der Sommerernte. Hier erfährst du, worauf es beim Ernten ankommt und welche Methoden (vom Trocknen über Einfrieren bis hin zum Einlegen in Öl oder Salz) sich am besten eignen.


Wrap mit Hummus Tomate und Falafel

Der richtige Erntezeitpunkt für Kräuter

Kräuter schmecken am intensivsten, wenn sie am Vormittag nach dem Abtrocknen des Taus geerntet werden, aber noch bevor die Mittagshitze die ätherischen Öle verflüchtigt. Ideal ist außerdem der Zeitpunkt kurz vor der Blüte, da die Blätter dann ihr volles Aroma entfalten. Wichtig ist, nur gesunde, unbeschädigte Triebe zu schneiden und die Pflanze nicht bis auf den Boden abzuschneiden, damit sie weiter nachwachsen kann.



Kräuter trocknen

Die klassischste Methode, um Kräuter haltbar zu machen, ist das Trocknen. Dafür die Kräuter zu kleinen Büscheln binden und kopfüber an einem schattigen, gut durchlüfteten Ort aufhängen. Wer es schneller mag, breitet die Blätter einzeln auf einem Tuch oder Gitter aus oder nutzt einen Dörrautomaten bei niedriger Temperatur. Vollständig getrocknete Kräuter lassen sich zerkleinern und in luftdichten Gläsern dunkel und trocken lagern, so bleiben sie viele Monate aromatisch.


Kräuter einfrieren

Manche Kräuter, etwa Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch, verlieren beim Trocknen viel von ihrem Geschmack. Für sie eignet sich das Einfrieren besser. Fein gehackt in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl eingefroren, lassen sie sich später portionsweise direkt ins Kochwasser oder in die Pfanne geben.


Kräuter in Öl oder Salz haltbar machen

Eine weitere Möglichkeit, Kräuter haltbar zu machen, ist das Einlegen in Öl, so entsteht gleichzeitig ein aromatisiertes Öl zum Kochen. Auch Kräutersalz ist schnell gemacht: Frische Kräuter fein hacken, mit grobem Salz vermengen und einige Tage zum Trocknen offen stehen lassen, bevor es in ein Glas gefüllt wird. Beide Varianten sind eine schöne Möglichkeit, den Sommergeschmack länger festzuhalten.


Rezept: Basilikumöl

  • 1 großer Bund frischer Basilikum

  • 250 ml Olivenöl

  • 1 Prise Salz


Basilikum waschen und gut trocken tupfen, damit später kein Wasser ins Öl gelangt. Die Blätter grob zerkleinern und mit dem Olivenöl in ein sauberes, verschließbares Glas geben. Mit einer Prise Salz abschmecken und gut verschließen. Das Glas für etwa 1 bis 2 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen, dabei gelegentlich schwenken. Anschließend durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen und in eine saubere Flasche füllen. Kühl und dunkel gelagert hält sich das Öl mehrere Wochen.


Rezept: Kräutersalz

  • 1 Bund gemischte Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Thymian)

  • Grobes Meersalz, im Verhältnis 1:1 zu den Kräutern


Die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Mit dem groben Salz in einer Schüssel gut vermengen. Die Mischung auf einem Backblech oder Tuch dünn ausbreiten und an einem luftigen, schattigen Ort einige Tage durchtrocknen lassen (alternativ bei niedriger Temperatur im Ofen oder Dörrautomaten trocknen). Ist alles vollständig trocken, in ein luftdichtes Glas füllen. So haltbar gemacht, würzt das Kräutersalz Suppen, Salate oder Gebratenes noch monatelang mit Sommergeschmack.



Richtige Aufbewahrung von Kräutern

Egal welche Methode: Getrocknete oder eingelegte Kräuter sollten dunkel, kühl und trocken gelagert werden, damit sie ihr Aroma möglichst lange behalten. Ein Blick ins Glas lohnt sich hin und wieder: Verändert sich Farbe oder Geruch, ist es Zeit für eine neue Ernte.

Mit ein wenig Vorbereitung lassen sich Kräuter aus der Sommerernte das ganze Jahr über genießen. Egal ob getrocknet im Tee, eingefroren im Eiswürfel oder in Öl und Salz eingelegt, wer Kräuter richtig haltbar macht, hat immer ein Stück Sommer in der Küche zur Hand.


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